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3 TAGE IN QUIBERON

Ein aufwühlender Blick auf

Romy Schneiders letzte Jahre

„Ich bin eine unglückliche Frau von 42 Jahren und heiße Romy Schneider.“ Der Satz fiel in einem Interview 1981 mit dem Stern-Journalisten Michael Jürgs. Dieses Statement und vor allem die dazugehörigen Fotos haben die Regisseurin Emily Atef („Das Fremde in mir“) inspiriert, diesen in elegantem Schwarz-Weiß fotografierten Film zu drehen. Es handelt sich weniger um ein Biopic, als viel eher um eine Momentaufnahme und ein für viele Gedanken und Gefühle offenes Stimmungsbild.


Als sich Romy Schneider (gespielt von Marie Bäumer, die Schneider sehr ähnlich sieht) 1981 in Quiberon ins Sanatorium begibt, ist sie am Boden. Die Angebote werden weniger, die Kinder haben genug von Mamas selbstzerstörerischem Lebenswandel, und das ganze Geld ist weg. Obendrein gibt es im Gesundheits-Sofitel im französischen Quiberon nichts, was ihre Stimmung heben könnte.


Zum Glück kommt Romys österreichische Freundin Hilde vorbei. Gemeinsam wollen die beiden Frauen an der bretonischen Küste Kraft tanken, bevor Romy wieder zum Dreh muss. Irgendwie ist die aber auch noch auf die Idee gekommen, ein deutsches Reporterteam vom Stern einzuladen.


Die Journalisten sind aber nicht an einer mitfühlenden Geschichte über die Genesung der Schauspielerin interessiert. Sie hoffen vielmehr auf eine reißerische Titelstory, weswegen sie der alkoholabhängigen Schneider vor dem Interview gern ein paar Weißwein einschenken.


Pressestimmen

„Weil Marie Bäumer so großartig ist, hält man das, was man sieht, für wahr.“ (welt.de)


„Marie Bäumer als Romy Schneider und Birgit Minichmayr als ihre Freundin sind grandios ...“ (filmstarts.de)


„... beängstigend perfekt.“ (HAZ)



Land: D 2018; Länge: 116 Min.; Regie: Emily Atef

Darsteller: Marie Bäumer, Birgit Minichmayr