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CORPUS CHRISTI

Liebe, Glaube, Hoffnung als spannender

Thriller verpackt

Nach Polanski, Kieślowski oder „Ida“ Oscar-Preisträger Pawlikowski meldet sich nun Jan Komasa als hochkarätiges Regietalent an – auch er bereits auf Oscar-Kurs! Seine Geschichte vom religiösen Gewaltverbrecher, der nach seiner Entlassung als falscher Pfarrer auf die Kanzel einer Kirche in der Provinz steigt, kommt mit einer dramaturgischen Wucht daher, die einen zunehmend tiefer in den Kinosessel versinken lässt.


„Du kommst aus dem Gefängnis frei“, heißt es für den 20-jährigen Insassen Daniel, weil er sich in der Tischlerei und als Messdiener in der Gefängnis-Kirche gut geführt hat. Wie es das Schicksal will, stolpert der junge Held samt Pfarrerkragen in einer Kirche. Er erkennt die Chance, seinen Traum, Priester zu sein, wahr werden zu lassen.


Für den Pfarrer der Gemeinde ist David ein Gottesgeschenk, sucht er doch aus Gesundheitsgründen händeringend eine Vertretung. So kommt der junge Hochstapler problemlos in Amt und Würden. Bei den Kirchgängern lässt die anfängliche Begeisterung für den jungen Priester schnell nach. Anders als sein Vorgänger kümmert er sich um jene Witwe, die im Dorf einen zweifelhaften Ruf genießt und geschnitten wird. Je mehr er sich für sie einsetzt, desto stärker kocht der Volkszorn.


Pressestimmen:

„Auf den nächsten Streich von Regie-Talent Komasa darf man gespannt sein.“

(programmkino.de)


„... herausforderndes Drama debattiert die im erzkatholischen Polen dringenden Fragen nicht nur betreffend der Religion, sondern auch des Zusammenlebens ...“ (outnow.ch)



Land: PL 2019; Länge: 114 Min.; Regie: Jan Komasa

Darsteller: Bartosz Bielenia, Aleksandra Konieczna, E. Rycembel