filmtipps Hannover

 

DIE ERMITTLUNG

Ein gewaltiges, schockierendes Werk –

in jeder Beziehung

„Die Ermittlung“ gehört zu den bekanntesten Arbeiten von Peter Weiss und wurde in Deutschland und weltweit vielfach für die Bühne adaptiert. Das Theaterstück wurde 1965 uraufgeführt und hat bis heute nichts von seinem Schrecken verloren. Es basiert auf persönlichen Aufzeichnungen, Zeitungsartikeln und Protokollen des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses (1963 bis 1965). Nichts lenkt ab von der Ungeheuerlichkeit des Grauens, manche Sätze erschüttern gerade durch ihre Schlichtheit.


Peter Weiss hat in seinem dokumentarischen Theaterstück die Fakten über die Hölle auf Erden, die im Prozess zur Sprache kamen, in insgesamt 11 Gesängen gestaltet.  Im Film erzählen 28 Zeuginnen und Zeugen von ihren schrecklichen Erlebnissen und Beobachtungen im Lager. Weitere 11 Zeugen der ehemaligen Lagerverwaltung sagen vor Gericht aus. Die 18 Angeklagten, vertreten durch einen Verteidiger, werden im Prozess mit den schwer ertragbaren Beschreibungen der Zeugen konfrontiert und sollen Stellung beziehen. Dabei übernehmen sie keine oder nur wenig Verantwortung für ihre Schuld. Ein Staatsanwalt und ein Richter bilden die Vertreter des Gerichts und führen durch den Prozess.


Die Leistung sämtlicher Darsteller (sowohl bekannter Akteure wie Christiane Paul als auch zahlreicher weniger prominenter Gesichter) ist durchweg gelungen. Ihr Spiel tritt vor dem Inhalt in den Hintergrund und ist gleichzeitig glaubhaft und eindringlich.


Pressestimmen:

„Politisch und historisch hochaktuell.“ (B.Z.)


„Die Ermittlung besticht durch eine hochkarätige Besetzung in jeder Rolle.“ (a-company-film.com)


„... ein wichtiger Film. Ein mutiger Film. Ein Film, der noch lange nachhallt.“ (fbw.de)


„... eindringlicher und zeitgemäßer Beitrag zur Erinnerungskultur ...“ (rheinischer-spiegel.de)


D 2024, 240 Min. (+ 2,- €), Regie: RP Kahl, mit Rainer Bock, Clemens Schick, Bernhard Schütz, Tom Wlaschiha, Christiane Paul