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DER HAUPTMANN

Von Machtmissbrauch und Verrohung im Krieg nach einer wahren Geschichte

Robert Schwentke erzählt mit „Der Hauptmann“ die wahre Geschichte des 19-jährigen Gefreiten Willi Herold, der als „Henker vom Emsland“ bekannt wurde. Der Film provoziert und empört – und er brennt sich mit seinem erbarmungslosen Abbild der deutschen Gesellschaft im Jahre 1945 genauso wie mit seiner undurchsichtigen Hauptfigur ins Gedächtnis ein.


Es sind die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs. Der Gefreite Willi Herold (Max Hubacher) findet nahe einer Waldlichtung die Uniform eines Offiziers. Als er in seiner Aufmachung einem weiteren Gefreiten (Frederik Lau) begegnet, der seine Einheit verloren hat, bittet dieser, sich dem „Hauptmann“ anschließen zu dürfen. Viele andere folgen.


Am 11. April 1945 betreten Herold und seine Gefolgsleute das Strafgefangenenlager Aschendorfermoor. Mit der Behauptung, der Führer hätte ihm persönlich die Verantwortung übergeben, übernimmt Herold die Führung über das Lager und beginnt, die Gefangenen auf brutale Art zu töten. Keiner der Führungsleute der Gestapo verhindert seine Gewaltherrschaft. Als ein Bombenangriff der britischen Truppen das Lager zerstört, ziehen Herold und seine „Kampftruppe“ weiter. Denn der Krieg ist noch nicht aus. Und Herold will die Macht, die ihm die Uniform verleiht, nicht wieder hergeben.


Pressestimmen

„Die zentrale Prämisse ist fesselnd, ebenso der Stil ...“

(The Hollywood Reporter)


„... ein verstörender Film, aus dem jede Menschlichkeit verbannt scheint, und ein kraftvoll inszenierter Blick in dunkle Abgründe.“ (filmstart.de)


„Nach seinem erfolgreichen Abstecher in Hollywood kehrt Regisseur Robert Schwentke („Die Bestimmung – Allegiant“) mit einem wuchtigen, kompromisslosen Schwarz-Weiß-Film über den Wahnsinn der letzten Kriegstage nach Deutschland zurück.“ (kino.de)



Land: D/F 2017; Länge: 119 Min.; Regie: Robert Schwentke

Darsteller: Max Hubacher, Frederick Lau, Milan Pesche u.a.