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DER MENSCHLICHE FAKTOR

Thriller, Familiendrama, Zeitgeistkritik und Gesellschaftsdiagnose

Weltgewandt, erfolgreich und selbstzufrieden – doch unter der Oberfläche der Hochglanzfamilie herrscht Zwietracht statt Zusammenhalt. Regisseur Ronny Trocker („Der Einsiedler“) erzählt aus verschiedenen Blickwinkeln vom allmählichen Zerfall einer Ehe in einer hyper-medialisierten und -moralisierten Welt. Der Film hinterfragt die Zuverlässigkeit der individuellen Perspektive und offenbart die Unfähigkeit zur Kommunikation mit Menschen, die man eigentlich lieben sollte.


Jan, Nina, Emma und Max bilden eine Kleinfamilie, die in Wohlstand lebt und nur auf den ersten Blick Harmonie ausstrahlt. Jan und Nina sind nicht nur privat ein Paar, sie arbeiten auch zusammen und leiten gemeinsam eine Werbeagentur. Die ältere Tochter Emma ist vollauf mit ihrer Pubertät beschäftigt und zeigt dabei die üblichen Symptome. Ihr jüngerer Bruder Max beschäftigt sich am liebsten mit seiner Ratte Zorro.


Als die Familie an die belgische Küste fährt, um sich übers Wochenende zu entspannen, gibt es gleich nach der Ankunft einen Zwischenfall: Jan will gerade von seinen Einkäufen in das Haus zurückkehren, als er Türenschlagen und Ninas Schreie hört. Offenbar sind Einbrecher in das Haus eingedrungen und haben die Flucht ergriffen, als sie bemerkten, dass jemand da war. Bei der Polizei finden die Vier keine große Unterstützung. Und so einfach, wie sie aussieht, ist die Sache nicht, denn alle Anwesenden haben den Zwischenfall anders erlebt.


Pressestimmen:

„Die Angst schlummert unter der Oberfläche.“ (SZ)


„Zwischen leisem Zweifel und explodierender Wut absolut glaubhaft.“ (Blickpunkt:Film)


„... zielt auf einen wunden Punkt der gegenwärtigen Gesellschaft ...“ (filmstarts.de)



Land: D/I 2020; Regie: Ronny Trocker; Länge: 103 Min.

Darsteller: Mark Waschke („Barbara“, Tatort Berlin), Sabine Timoteo, Wanja Valentin Kube u.a.