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EIN GROSSES VERSPRECHEN

Dagmar Manzel und Rolf Lassgård kämpfen um ihr gemeinsames Glück im Alter

Das ergreifende Spielfilmdebüt der Dokumentarfilmerin Wendla Nölle erzählt feinfühlig von dem Ringen eines Ehepaares um Selbstbestimmtheit und einer großen Liebe im Spannungsfeld von Scham und Mut. In den Rollen des Paares, das nach seiner Pensionierung mit der neuen Lebenssituation hadert, überzeugen Dagmar Manzel und Rolf Lassgård.


Juditha und Erik blicken auf eine lange Ehe mit den üblichen Höhen und Tiefen zurück, haben eine Tochter großgezogen und ein erfülltes, glückliches Leben geführt. Mit der Pensionierung des engagierten Universitätsprofessors soll nun endlich eine neue gemeinsame Zeit anbrechen. Doch das Ankommen im neuen Alltag fällt beiden schwer, denn Juditha leidet an MS, die jahrelang beherrschbar schien und ausgerechnet jetzt voranschreitet. Während Erik die Vorstellung der häuslichen Enge mit Juditha überfordert, bedrückt sie die Erkenntnis, dass er jetzt nicht bei ihr sein will, wo er es doch könnte.


Beiden gelingt es lange nicht, sich ihre gegenseitigen Ängste und Wünsche einzugestehen und zu erkennen, dass sie Entscheidungen treffen müssen, um ihre persönliche Freiheit zu finden und ihre Liebe zu retten.


Pressestimmen:

„Vor allem Dagmar Manzel liefert in ,Ein großes Versprechen‘ eine zutiefst ergreifende Performance ab.“ (filmstarts.de)


„Der genau beobachtete Film tut das, was im wirklichem Leben so schwer ist: der Wahrheit ins Auge schauen.“ (cinetastic.de)


Land: D 2021; Regie: Wendla Nölle; Länge: 90 Min.

Darsteller: Dagmar Manzel („Die Apothekerin,“), Rolf Lassgård („Schachnovelle“, „Nach der Hochzeit“), Wolfram Koch („HR-Tatort“)