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EVIL DOES NOT EXIST

Ryūsuke Hamaguch (Drive My Car) zeichnet ein beunruhigendes Porträt der Menschheit

Mit seiner für den besten Film nominierten Haruki-Murakami-Adaption „Drive My Car“ ist der internationale Bekanntheitsgrad des japanischen Filmemachers Ryûsuke Hamaguchi höher denn je. Mit „Evil Does not Exist“ schuf er jetzt eine poetische Parabel über die komplexe Beziehung zwischen Mensch und Natur. Dieser subtil und präzise erzählte Film beweist erneut, dass Hamaguchi eine der spannendsten Stimmen des Independent-Kinos ist.


Takumi und seine Tochter Hana leben im Dorf Mizubiki in der Nähe von Tokio. Sie führen ein bescheidenes Leben im Einklang mit der Natur und schätzen die Abgeschiedenheit. Der Frieden wird allerdings gestört, als ein Unternehmen aus Tokio Pläne zum Bau einer Glamping-Anlage in unmittelbarer Nähe vorstellt. Schnell wird klar, dass der Luxus-Campingplatz schwerwiegende Folgen für die Wasserversorgung und das Leben der Dorfbewohner mit sich bringen wird. Das Ende wird für manche eine Überraschung sein, aber dieser eindringliche Stealth-Thriller über Gewalt gegen die Natur ist ein Werk von unbestreitbarer Kraft.

Pressestimmen:

„Ein komplexes und geheimnisvolles Drama.“ (The Guardian)


„Die Wirkung der Musik ist (…) wunderbar erholsam – als ob Hamaguchi eine Flasche mit beruhigendem Duft öffnet und uns einlädt, tief durchzuatmen.“ (Variety)


„Poetischer hat wohl noch kein Filmemacher inszeniert, wie er den Spätkapitalismus satthat.“ (SZ)


„Ein packender Film von stiller Kraft.“ (Screen)


„... geht unter die Haut und bleibt hängen.“ (Shadows on the Wall)


„... ein brillantes Werk.“ (Deadline)


„Weltuntergangs-Sinfonie eines Meisterregisseurs.“ (filmstarts.de)


J 2023, 106 Min., Regie: Ryūsuke Hamaguchi, mit Hitoshi Omika, Ryo Nishikawa, Ryuji Kosaka, Ayaka Shibutani u.a