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HAPPY END

Michael Haneke („Liebe“) porträtiert eine dysfunktionale Großbügerfamilie

Mit seinen Meisterwerken „Das weiße Band“ und „Liebe“ eroberte Michael Haneke das Filmfestival in Cannes und gewann jeweils die Goldene Palme. Diesmal seziert der leidenschaftliche Zyniker eine dysfunktionale Großbürgerfamilie, die stellvertretend für die sich vertiefenden Risse in den Gesellschaften des „Alten Europa“ steht. Es sind die von Schuldgefühlen verstärkten Konflikte zwischen Jung und Alt, Mann und Frau, Reich und Arm, durch die Haneke sein brillant aufspielendes Ensemble jagt, das von Isabelle Huppert angeführt wird.


Bei der gutbürgerlichen Familie Laurent scheint auf den ersten Blick alles denkbar normal. Man weiß sich zu benehmen und sich zu beherrschen. Die bösen Absichten, die Liebesunfähigkeit und die überwältigende Verzweiflung verbirgt man hinter neutraler Miene.


Doch die Fassade bröckelt. Den alternden Patriarchen Georges (Jean-Louis Trintignant) hat der Lebensmut verlassen. Seine Tochter Anne (Isabelle Huppert) übernimmt stattdessen die Führung. Keine leichte Aufgabe. Eigentlich soll ihr Sohn Pierre (Franz Rogowski) helfen. Der ist jedoch völlig inkompetent. Und in der familieneigenen Villa knarzen die Böden ...


Pressestimmen:

„‚Happy End‘ ist womöglich der ultimative [Michael] Haneke-Film ...“  (diepresse.com)


„Alles an ‚Happy End‘, von den Figuren, über die präzisen, kalten Bilder der Kamera bis hin zum zynischen Grundton ist unverkennbar Haneke ...“ (programmkino.de)


„... ein komplexes, minutiös detailliertes Mysterium …“ (Variety)


„Michael Haneke reißt in seinem grimmig-düsteren satirischen Drama ,Happy End’ schonungslos die Fassade einer großbürgerlichen französischen Familiendynastie ein und schärft dabei einmal mehr den Blick auf gesamtgesellschaftliche Defizite.“ (filmstarts.de)



Land: F/D/A 2017; Länge: 108 Min.; Regie: Michael Hancke

Darsteller: Isabelle Huppert, Jean-Louis Trintignant,

Mathieu Kassovitz u.a.