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HEINRICH VOGELER – AUS DEM LEBEN EINES TRÄUMERS

Leben und Vermächtnis des Jugendstil-Stars

Maler, Grafiker, Architekt, Autor und politischer Aktivist – kaum ein Künstler des 20. Jahrhunderts war wohl so vielschichtig wie Heinrich Vogeler. Doch je mehr Zuspruch der Jugendstilmaler bekam, desto mehr Selbstzweifel plagten ihn. In den Hauptrollen glänzen Florian Lukas, der den Maler verkörpert, und Anna-Maria Mühe, die die Rolle seiner ersten Frau Martha übernahm. 


Der wohlsituierte Bremer Bürgersohn wurde als Maler und Illustrator im Jugendstil berühmt und gehörte zu den Begründern der Künstlerkolonie Worpswede. Im Ersten Weltkrieg wurde Vogeler zum Pazifisten und Anhänger kommunistischer Utopien. Sein Stil wurde expressionistisch, noch später schuf er große sogenannte Komplexbilder zu politischen Themen. Vogeler emigrierte in die Sowjetunion und starb dort 1942 in der Verbannung in Zentralasien.


Regisseurin Marie Noëlle erzählt in einer Mischung aus Spielfilm und Dokumentarfilm Vogelers Lebensgeschichte und ordnet diese gleichzeitig in Kunstrezeption der Gegenwart ein. Dazu gibt es neben Archivbildern und Vogelers Malerei auch Interviews mit zeitgenössischen Kunst- und Kulturschaffenden. Gedreht wurde an Originalschauplätzen in Berlin, Bremen und Worpswede.


Pressestimmen:

„... Marie Noëlle stellt (...) die außergewöhnliche Biografie von Heinrich Vogeler in den Mittelpunkt und macht Schlüsselszenen seines Lebens durch Spielszenen in prominenter Besetzung erlebbar.“ (worpswede-museen.de)


„[Die] Natur von Kunst und künstlerischer Existenz sind am Beispiel Vogelers und an den originalen Schauplätzen fesselnd erzählt.“ (weltkunst.de)


Land: D 2022; R.: Marie Noëlle; Länge: 90 Min.

Darsteller: Florian Lukas, Anna Maria Mühe, Johann von Bülow, Paula Becker, Uwe Preuss