BIERMANN
Rebell, Dichter, Zeitzeuge. Wolf Biermann –
ein Leben im Widerspruch
Geplant ab 29.10. im Kino am Raschplatz
D 2026, 100 Min., Regie: Jens Meurer, mit Wolf Biermann u.a.
Wolf Biermann ist eine sehr komplexe Persönlichkeit. Sein Leben ist zu groß, seine politische Biografie zu widersprüchlich, seine Sprache zu eigensinnig. Der Liedermacher, Dichter und politische Provokateur gehört zu den wenigen Künstlern, an denen sich die deutsch-deutsche Geschichte beinahe wie unter einem Brennglas ablesen lässt. Der Film nähert sich seinem Protagonisten über Lieder, persönliche Begegnungen und historisches Archivmaterial.
Meurer versucht erfreulicherweise nicht, Biermann ein Denkmal zu setzen. Sein Film interessiert sich für einen Menschen, der zeitlebens davon gelebt hat, Widersprüche auszuhalten – und sie öffentlich auszutragen. Kommunist und später scharfer Kritiker des Kommunismus, DDR-Bürger und schließlich Ausgebürgerter, politischer Künstler und zugleich bekennender Individualist: Biermanns Biografie verweigert sich einfachen politischen Schubladen.
Das wichtigste erzählerische Mittel ist die Musik. Lieder sind in diesem Film nicht bloß Illustration einer längst vergangenen Zeit, sondern Schlüssel zu Biermanns Denken.
Die Kamera begleitet den inzwischen 90-jährigen Biermann bei Treffen mit Künstlern, Politikern und Familienmitgliedern. Dadurch entsteht ein Wechselspiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Pressestimmen:
„Es gibt kein Leben, das mehr für die deutsch-deutsche Geschichte steht als jenes von Wolf Biermann.“ (New York Times)
„... ein mitreißendes und sehr persönliches Kaleidoskop eines Lebens in fünf verschiedenen Versionen Deutschlands.“ (filmkunstmesse)