DIE JÜNGSTE TOCHTER
Muslimisch, französisch und queer –
Verfilmung von Fatima Daas’ Debütroman
Geplant ab 25.12.2025 im Kino am Raschplatz
F/D 2025, 108 Min., Regie: Hafsia Herzi, mit Nadia Melliti, Park Ji-Min, Amina Ben Mohamed
Regisseurin Hafsia Herzi (DU VERDIENST EINE LIEBE, EINE GUTE MUTTER) gelingt eine sehenswerte Adaption des gefeierten autofiktionalen Debütromans von Fatima Daas aus dem Jahr 2020. Das einfühlsame und berührende Coming-of-Age-Drama erzählt die Geschichte von Fatima, einer frommen jungen Muslimin, die darum kämpft, die Gebote ihrer Religion mit ihrer Sexualität in Einklang zu bringen. Mit Zärtlichkeit und Fingerspitzengefühl inszeniert, aber ohne Scheu vor Tabubrüchen, gelingt Hafsia Herzi ein Instantklassiker des Queer Cinema in der Tradition von Abdellatif Kechiches „Blau ist eine Farbe“. Hauptdarstellerin Nadia Melliti wurde in Cannes für ihre herausragende Leistung mit dem Preis für die beste Darstellerin ausgezeichnet.
Fatima (Nadia Melliti) ist eine gute Schülerin, eine gläubige Muslimin und die jüngste Tochter einer französisch-algerischen Familie. Sie hat eine liebevolle Mutter, zwei herzensgute (wenn auch manchmal kritische) ältere Schwestern und einen Vater, der zwar fordernd, aber distanziert ist. Wie jede 17-Jährige kämpft sie damit, die verschiedenen Bereiche ihres Lebens miteinander in Einklang zu bringen, doch ein Aspekt scheint besonders unlösbar – sie hat kein Interesse an Männern.
Als sie schließlich Ji-Na (Ji-Min Park), eine junge Koreanerin, kennenlernt, verliebt sich Fatima unsterblich und kann ihr bisheriges Dasein nicht länger ertragen.
Pressestimmen:
„Die jüngste Tochter“ besitzt die poetische Anmut ihrer stillen, beobachtenden Vorlage, die Lebendigkeit und Souveränität einer aufstrebenden Regisseurin und eine nuancenreiche und fesselnde Darstellung der Fatima durch Melliti.“ (tiff.net)
„... ein anspruchsvolles Drama über das Erwachsenwerden einer queeren muslimischen Frau.“ (The Guardian)