TRIEGEL TRIFFT CRANACH –
Malen im Widerstreit der Zeiten
Der ergänzte Cranach-Altar provoziert
Geplant ab 05.02. im Kino am Raschplatz oder
in den Hochhaus Lichtspielen
D 2025, 107 Min., R.: Paul Smaczny, mit Michael Triegel, Neo Rauch, Elisabeth Triegel u.a.
2020 erhielt der Leipziger Maler Michael Triegel den Auftrag, den Mittelteil des Marienaltars im Naumburger Dom, der während eines Bildersturms im Jahr 1541 zerstört wurde, neu zu malen. Weil keinerlei Aufzeichnungen über die ursprüngliche Darstellung der Gottesmutter Maria mit Jesuskind existieren, musste Triegel ein gänzlich neues Gemälde fertigen – im Einklang mit Cranachs Stil. Das Werk begeisterte. Doch kurz nach der Vollendung äußert das Fachgremium der UNESCO Bedenken gegen den Altar.
Erstmals erlaubte es Triegel, seinen Schaffensprozess aus der Nähe zu verfolgen. Triegel öffnete nicht nur sein Atelier, sondern gewährte auch Einblicke in sein Verständnis von Leben, Kunst und Religion. Das Ergebnis ist ein nuanciertes Künstlerporträt, das überaus detailliert und erkenntnisreich das Entstehen eines faszinierenden Gemäldes offenbart.