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SIEGER SEIN

Eine Geschichte über Flucht, Verlust und die Suche nach Halt und Anerkennung

Regisseurin Soleen Yusef, die selbst geflohen ist, erzählt in „Sieger sein“ eine ehrliche Geschichte des Ankommens – in einem neuen Zuhause, aber auch bei sich selbst. Es ist die Perspektive von Mona, die berührt und das junge Publikum zum Nachdenken bringen kann. Der Film will ganz direkt sein, ansprechen, was falsch läuft, deutlich machen, wie sich ein Kind wie Mona in seiner Situation fühlt, und zeigen, dass das Geflüchtetsein absolut nicht einfach ist.


Mit ihrer kurdischen Familie aus Syrien geflüchtet, sitzt Mona (Dileyla Agirman) jetzt in einer Brennpunktschule im Berliner Wedding. Die Situation ist verheerend: Die Lehrer sind überlastet, die Schülerinnen und Schüler sind frustriert. Monas größtes Problem: Sie spricht kaum Deutsch. Dafür hat sie einen Trumpf in der Hand: Sie kann fantastisch Fußball spielen. Bereits in ihrer Heimat hat sie mit ihren Brüdern auf den Straßen Fußball gespielt.


Der engagierte Lehrer Herr Che (Andreas Döhler) erkennt Monas Talent. Er nimmt sie in die Mädchenmannschaft auf und für das junge Mädchen heißt es nun vor allem: durchhalten. Denn das Zusammenspiel mit den anderen Mädchen ist gar nicht so leicht. Jede von ihnen will als Einzelkämpferin auf dem Platz punkten. Doch Fußball funktioniert nur im Team. Die Mädchenmannschaft muss sich zusammenraufen und mit vereinten Kräften können sie es vielleicht schaffen ...


Pressestimmen:

„Ein spannender Familienfilm. Wir haben viel gelacht, geweint und gejubelt (...) zeigt, dass man nur zusammen stark ist und alle dadurch Sieger sind.“ (kindersache.de)


„Es wird nichts beschönigt, aber auch nichts skandalisiert – und solche Ehrlichkeit ist im deutschen Kinderkino noch immer ein seltenes Gut.“ (filmstarts.de)


„Sieger sein ist auf jeden Fall erfrischend, in seiner Figurenkonstellation wie auch seinem Look. Die Dialoge und die Atmosphäre sind bisweilen so hart und aggressiv wie die dargestellten Zustände an der Weddinger Grundschule.“

(kino-zeit.de)


D 2024, 119 Min., Regie: Soleen Yusef, mit Dileyla Agirman, Andreas Döhler, Sherine Ciara Merai, Tamira Bwibo, Halima Ilter u.a.