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MADAME

Eine pointierte Gesellschaftssatire mit

bissigen Dialogen und Witz

„Madame“ ist eine wundervolle französische Komödie, die im Gewand einer modernen Aschenputtel-Geschichte amüsant und klug Gesellschaftskritik übt. Es ist ein Vergnügen, zu sehen, wie Toni Collette als High-Society-Dame ihr Hausmädchen aus Versehen mit einem britischen Aristokraten verkuppelt.


In Paris gibt das ältere amerikanische Society-Paar Bob und Anne eine Abendgesellschaft. Es werden weder Kosten noch Mühen gescheut. Doch da erscheint als Überraschungsgast Bobs Sohn aus erster Ehe. Nun säßen 13 bei Tisch – für die abergläubische Hausherrin ein Unding.


Da man niemanden ausladen kann, muss ein weiterer Gast her. Anne entscheidet sich für Maria, das erfahrene Dienstmädchen mit den spanischen Wurzeln. Maria wird frisiert, geschminkt und mit Verhaltensregeln versorgt: „Nicht viel reden, nicht viel trinken …“


Doch kaum hat Maria Platz genommen und ein Gläschen Wein getrunken, wird sie zum Mittelpunkt des illustren Kreises. Nicht nur mit anzüglichen Witzen, sondern generell mit Lebensfreude und natürlichem Charme erobert sie auch das Herz ihres Tischherrn, des wohlhabenden Kunsthändlers David.


Anne und Bob beobachten Marias Verhalten mit Misstrauen. David weiß natürlich nicht, dass Maria ein Dienstmädchen ist – tatsächlich glaubt er, Maria sei eine spanische Adlige, die ihr Inkognito pflegt …


Pressestimmen:

„‚Madame‘ beginnt als bissige Kammerspiel-Komödie über die oberen Zehntausend und mündet schließlich in ein leichtfüßiges Gesellschaftsdrama mit pointiertem Ende.“ (filmstarts.de)


„Das Ergebnis ist eine boshafte Parabel auf eine Gesellschaft, die sich nur nach außen liberal präsentiert.“ (programmkino.de)



Land: F 2017; Länge: 90 Min.; Regie: Amanda Sthers

Darsteller: Rossy de Palma, Toni Collette, Harvey Keitel,

Michael Smiley u.a.