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STERBEN

Grandios: Corinna Harfouch und Lars Eidinger verhandeln über Leben, Tod, Rausch und Kunst

Von der Intensität des Lebens angesichts der Unverschämtheit des Todes. Wie schon sein wuchtiges Fahrerflucht-Drama „Gnade“ schaffte es auch Matthias Glasners neuer Film „Sterben“ in den Wettbewerb der Berlinale. In drei Stunden, drei Teilen und drei Perspektiven beleuchtet er eine komplexe Familiengeschichte – intensiv, persönlich und doch universell. Glasner hat das pralle Leben mit allen Tiefen und Höhen in diesen Film gepackt.

Lissy Lunies (Corinna Harfouch) hat viele Problemen. Ihr an Parkinson erkrankter Mann Gerd kann ihr nicht mehr helfen. Zwei Kinder hat Lissy, doch die wollen mit der Mutter nichts zu tun haben. Sie haben selber Probleme. In Berlin probt der Dirigent Tom (Lars Eidinger), der von seiner Mutter immer wieder als Unfall postuliert wird, mit einem Orchester eine Komposition mit dem Titel „Sterben“. Zudem ist Tom unverhofft Vater geworden. Seine Ex-Freundin Liv hat statt des Erzeugers ihres Kindes Tom zum Vater auserkoren. In Hamburg wiederum lebt Toms Schwester Ellen (Lilith Stangenberg). Ihre Anker im Leben sind Alkohol und Sex mit ihrem verheirateten Chef (Roland Zehrfeld).


Pressestimmen:

„Schonungslos ehrliches und direktes Familiendrama (...) extrem und provozierend. Ein Film, der nachwirkt.“ (Deutschlandfunk Kultur)


„Große Kinokunst, getragen von wunderbaren Schauspielern.“ (3sat Kulturzeit)


„„… eine Szene am Küchentisch, die einschlägt wie eine Bombe. Ein atemraubendes Schauspiel-Duett zwischen Corinna Harfouch und Lars Eidinger (als Alter Ego des Regisseurs), gerade weil sie ein Meisterstück in minutiösem Timing und fein kalibriertem Understatement ist.“ (rbb24.de)


D 2024, 180 Min. (+ 1,50 €), Regie: Matthias Glasner (Der freie Wille), mit Lars Eidinger, Corinna Harfouch, Lilith Stangenberg, Ronald Zehrfeld, Robert Gwisdek